Dojo, Judoregeln
Die Halle, in der die Judo-Matten liegen und in der Judo geübt wird, nennt man Dojo (wörtlich: Platz zum Üben des Weges). Japanische Verhältnisse sind nicht ohne weiteres zu kopieren, aber gewisse Mindestanforderungen müssen auch in Europa beachtet werden. Eine Forderung, gegen die in Europa oft gesündigt wird, lautet: Das Dojo hat stets sauber und frei von allem unnötigen Schmuck und Zierat zu sein. Bilder, Trophäen und Beutestücke lenken nur vom Training ab und sollten außerhalb des Dojo ihren Platz finden.
Die vier Seiten des Dojo haben ihre besondere Bedeutung für das Verhalten der Übenden. Die Ehrenseite des Dojo, Kamiza, meist gegenüber dem Eingang gelegen, ist dabei die einzige Seite, die als Schmuck einen Sinnspruch oder ein Bild des Gründers des Dojo oder Professor Jigoro Kano tragen darf. Generell sind Kamiza und Yoseki die Seiten für Offizielle, Ehrengäste und Lehrer, während die Schüler sich auf der Shimozeki- und Shimoza-Seite aufhalten.

Wichtige Regeln im Dojo:
Der Judogi
Der Judo-Anzug besteht aus drei Teilen: der weiten, die Unterschenkel mindestens halb bedeckende Hose, der aus festem Baumwollgewebe gefertigten Jacke und dem breiten, zweimal um die Hüfte zu bindenden Gürtel in der Farbe des eigenen Ranges.
Unter der Judo-Hose kann man eine Turnhose tragen, nötig ist das jedoch nicht. Unter der Judo-Jacke tragen nur Damen ein Trikot oder ähnliches.
Judo wird Barfuß betrieben: auch eine eiskalte Matte ist keine Entschuldigung für das Tragen von Strümpfen oder von Mattenschuhen, die vor dem Zweiten Weltkrieg üblich waren.
Die Art, wie man den Gürtel zu binden hat, ist vorgeschrieben und gehört mit zu den Dingen, die der Anfänger gern als unwichtig außer acht zu lassen geneigt ist. Die häufigsten Fehler sind:
(zum Abschnitt 'Wie binde ich meinen Gürtel')
Der Judoanzug hat weiß und sauber zu sein. Als Abzeichen ist nur ein - möglichst kleines - Emblem des Vereins erlaubt. Der Name des Besitzers sollte klein mit Wäschetinte oder gestickt auf dem unteren linken verstärkten Rand der Jacke markiert sein.